© Manfred Vollmer

Projekte

ZECHE NORDSTERN
EIN LEUCHTTURMPROJEKT DER KULTURHAUPTSTADT RUHR.2010

Die Zeche Nordstern in Gelsenkirchen Heßler wurde 1868 als erste Zeche nördlich der Emscher errichtet. 140 Jahre später sollte der ehemalige Förderturm des Schachtes II nun zu einem Büro- und Kulturgebäude mit einem Videokunstzentrum umgenutzt werden. Geplant war, den Turm aufzustocken, im Inneren umzubauen und gegebenenfalls zu ertüchtigen. Das architektonische Konzept für diese Baumassnahme sah vor, den Strukturwandel, der sich in der Ruhr-Region vollzieht, an der Transformation des Gebäudes weithin sichtbar zu zeigen. Die Fachwerkstruktur des Bestandsturms aus genieteten Stahlträgern konnte weitestgehend erhalten bleiben. Lediglich die Bestandsdecken aus Beton mussten in den neu genutzten Bereichen mit unterspannten Stahlträgern ertüchtigt werden.

Die spannungsvolle Kombination von alt und neu wurde mit technischem Geschick geplant und umgesetzt. (…) Die Revitalisierung und Ergänzung der alten Stahlstruktur ist ein gutes Beispiel für nachhaltige Langlebigkeit.

INGENIEURPREIS DES DEUTSCHEN STAHLBAUES 2013
LAUDATIO – AUSZUG

Deutlich durch eine Fuge vom Bestand abgesetzt, lässt die 5-geschossige, transparente Stahlbauaufstockung den Nordsternturm auf 84 Meter anwachsen. In der 18. Etage ermöglicht eine öffentlich zugängliche Panoramaterrasse den Besuchern einen einzigartigen Blick über das gesamte Nordsterngelände. Der Zugang erfolgt über einen schlanken Erschliessungsturm aus Beton. Auf dem Dach befindet sich die 18 Meter hohe Herkules-Skulptur des Künstlers Markus Lüpertz, die das Gebäude weithin sichtbar zu einem unverwechselbaren Gesamtkunstwerk macht. Die Aufstockung des Förderturmes Schacht II der Zeche Nordstern war eines von sieben Leuchtturmprojekten, die im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 realisiert wurden.

Bauherr THS GMBH, GELSENKIRCHEN
Architekt Prof. Petzinka, Düsseldorf, mit René Clasen und Nathalie Ness
Standort GELSENKIRCHEN, Deutschland
Fertigstellung 2010
Auszeichnungen
  • INGENIEURPREIS DES DEUTSCHEN STAHLBAUES 2013 - AUSZEICHNUNG